MY ARTS, VEREIN FÜR KULTURELLE UNTERSTÜTZUNG

concert of arts
Konzert der Künste - Projekt von MY Arts im Rahmen der Festival Nights

Das Museum verwandelt sich in eine Bühne, auf der das Publikum Teil der Aufführung wird.

Wir präsentieren vielseitige künstlerische Konzepte, um zu versuchen, diese verschiedenen Formen der Kunst zu vereinen. Die immersive Performance schafft einen Dialog aus Musik, bildender Kunst, Theater, Tanz und Mode.

Wir fördern Nachwuchstalente und lassen sie mit etablierten Künstler:innen und Musiker:innen im selben Event auftreten.

Bet Alpha 2023

Der Grundriss:

Hören: Hören, Atrium
Fühlen: The Melting World, Plateau 1
Sehen: La Muse und La Mode, Plateau 2

Die immersive Klanginstallation „Alles, was wir sehen, könnte auch anders sein“ des Künstlerduos AROTIN & SERGHEI öffnet mit Ludwig Wittgensteins Satz den Raum des Betrachters ins Unendliche – eine Verbindung der Themen und Orte von Ausstellung und Festival.

Konzert der Künste
01.10.2023

Festival Nights by Yury Revich - concert of arts - Bildinstallation

Musik: Bach, Sarasate, Revich u.a.

  • Yury Revich und Projekt OLARIO
  • Mariko Hara (Bratsche)
  • Basha Slavinska  (Akkordeon)
  • Simone Sgarbanti  (Klavier)
  • Manaho Shimokawa (Tanz)
  • Martin Tardy (Live-Malerei)
  • Julian Rehrl (Theater)
  • Andro und Keta Bart, Daria Bereziuk
    (La Muse und La Mode: Konzept, Art Direction, Set Design)
  • Godwin Merano und Nora Einwaller (Performance)
  • und Special Guests

Musik: Paganini, Vivaldi, Revich u.a.

  • Yury Revich und Projekt OLARIO
  • Philipp Hochmair (Theater)
  • Markus Freistätter (Theater)
  • Mariko Hara (Bratsche)
  • Basha Slavinska (Akkordeon)
  • Adèle Clermont (Gesang)
  • Manaho Shimokawa und Cat Jimenez (Tanz)
  • Martin Tardy (Live-Malerei)
  • Andro und Keta Bart, Daria Bereziuk
    (La Muse und La Mode: Konzept, Art Direction, Set Design)

Konzert der Künste
03.10.2023

Konzert der Künste - Projekt von MY Arts im Rahmen der Festival Nights

Konzert der Künste
06.10.2023

Konzert der Künste - Projekt von MY Arts im Rahmen der Festival Nights

Musik: Beethoven, Gershwin-Frolov, Revich u.a.

powered by MED-EL

  • Yury Revich und Projekt OLARIO
  • Mariko Hara (Bratsche)
  • Basha Slavinska (Akkordeon)
  • Anton Gerzenberg (Klavier)
  • Cat Jimenez (Tanz)
  • Aleksandr Chen (Theater)
  • Martin Tardy (Live-Malerei)
  • Andro und Keta Bart, Daria Bereziuk
    (La Muse und La Mode: Konzept, Art Direction, Set Design)
  • Shalva Nikvashvili (Performance)

Bet Alpha 2023

Die Ausstellung

Die Präsentation Bet Alpha umfasst eine Reihe von Videoinstallationen und räumlichen Projektionen, die die Villa Mautner-Jäger eine Woche lang als eine Art urbaner Sturm oder ein provisorischer Jahrmarkt besetzen. Der Name ist vom Kibbuz Bet Alpha in Nordisrael geborgt. Die Präsentation dreht sich um die Idee der „Ausstellung als Ort“, was sich auf die Erfahrung einer sowohl konkreten als auch einer abstrakten Örtlichkeit beläuft. Der Titel verweist auf einen ursprünglichen Zustand (im Hebräischen steht „Bet Alpha“ für Haus Alpha) wie auch auf einen disruptiven Rahmen (wenn man es als die Umkehrung des Wortes Alphabet liest).

30.9.2023, 17:00
Talk mit Mirosław Balka, Marie-Ève Lafontaine und Ory Dessau

30.9.2023, 19:30 
Vernissage (by invitation only)

7.10.2023, 17:00
Talk mit Amos Gitaï und Ory Dessau.

Die Künstler:innen

Allora & Calzadilla 

Mirosław Bałka

Marianne Berenhaut

Agnieszka Brzeżańska 

Ira Eduardovna 

Michel François

Lior Gal, 

Amos Gitaï

Douglas Gordon

Danielle Kaganov 

Sharon Lockhart

Efrat Natan

Shirin Neshat

Samir Odeh-Tamimi 

Pier Paolo Pasolini

Nira Pereg

Buky Schwartz 

Miri Segal

Peter Welz

Bet Alpha will eine existierende Architektur in eine Sequenz von durch Bildschirme und Leinwände neu geschaffene Räume verwandeln. Durch den Einsatz von Projektionen und Film- und Videovorführungen wird die physische Realität des Ortes verdeckt, im Wortsinn abgeschirmt, stellt dabei aber auch die Frage in den Vordergrund, wie sich auf eine offene und schwer zu fassende historisch-soziale Realität überhaupt zugreifen lässt. Zwischen dokumentarischer Darstellung und elaborierter Fantasie, Fiktion und optischer Täuschung schwingend, wird in Bet Alpha an unterschiedlichen Stellen immer wieder Pier Paolo Pasolinis Dokumentarfilm Ortsbesichtigungen in Palästina (Sopralloughi in Palestina) aus dem Jahr 1963 gezeigt, entstanden während der Vorbereitungen des legendären Filmemachers für seinen bahnbrechenden Film Das 1. Evangelium – Matthäus (Il Vangelo Secondo Matteo) aus dem Jahr 1964. Der Dokumentarfilm bietet eine originelle Sicht auf das damals junge Land Israel und vermittelt die Überlegungen des Regisseurs über den Zustand der biblischen Landschaft als ein Schmelztiegel von entfernter und jüngerer Vergangenheit. 

Die Ausstellung entfaltet sich über ein breites Spektrum an projizierten Gebilden im Raum, vom Kino bis zu Video und aufgezeichneter Performance. Sie enthält Arbeiten von zwanzig Künstler*innen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. In der Bewegung zwischen den Räumen wird Bet Alpha selbst zu einer Art Film, der je nach der Bewegung der Besucher*innen in Echtzeit unregelmäßig geschnitten und immer wieder neu geschnitten wird. Bet Alpha bewegt sich zwischen dem Realen und dem Imaginären, dem Materiellen und dem Virtuellen hin und her, durch unterschiedliche Formen der Projektion und Zurschaustellung, dazu kommen noch einige skulpturale Interventionen. Diese skulpturalen Interventionen stellen den gänzlich materiellen Pol von Bet Alpha dar und verankern die Präsentation in einem physischen Grund, der immer wieder aufgegeben und neu entdeckt wird.  

Bet Alpha kommt einer Erfahrung gleich, die die Villa Mautner-Jäger in einen Zufluchtstort verwandelt, eine von ihrer Umgebung, dem urbanen, kommunalen Gewebe, in das es eingebettet ist, abgetrennte Enklave. Bet Alpha behandelt die Villa als einen Ort der Tagträumerei, als eine Startrampe für Veranstaltungen und Situationen, die die historische Gegenwart übersteigen und überwinden – also die allgemein etablierte, oder vielmehr ideologisch hegemoniale Alltagsrealität.   

Organisiert in Zusammenarbeit mit der Kira A. Princess of Prussia Foundation und kuratiert von Ory Dessau.